Das sind die Starken, die unter Tränen lachen, eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen.

Samstag, 29. November 2014

Wir verletzen Menschen, die uns lieben;

Lieben Menschen, die uns verletzen.

[Prinz Pi - Ende Blut, Alles Blut.]

Wir wollen immer das, was wir nicht haben können.
Und immer genau das nicht, was wir haben. 

Wir neigen dazu, alles was uns passiert, zu beschönigen, beziehungsweise zu übertreiben. 
Nichts ist nur gut- alles übertrieben gut.
Nichts ist nur schlecht- alles übertrieben schlecht.

So sind wir Menschen. 

Wir können uns darauf ausruhen und betäuern, dass wir nichts an unseren Verhalten ändern können.
Aber belügen wir uns damit nicht selbst? 
Können wir das nicht eigentlich ändern? 

Ich denke wir könnten, würden wir uns einfach mal die Zeit nehmen, uns mit den wichtigen Dingen auseinanderzusetzen. 
Zeit für uns. Zeit zum nachdenken. Den Weg finden, der uns dahin führt wo wir hin wollen.
Wenn wir das schaffen, sind wir mindestens einen Schritt weiter.


Sonntag, 23. November 2014

"das kleine Glück"




Vor ungefähr einem Jahr habe ich den Entschluss gefasst, alles was mich im Jahr 2014 glücklich macht, auf kleinen Zetteln aufzuschreiben und in einem Glas zu sammeln.
Naja entgegen aller Erwartungen habe ich es tatsächlich geschafft, dieses Glas zu füllen.
Am Anfang war ich sehr zögerlich bezüglich der Dinge, die ich aufschreiben wollte, weil ich nicht wirklich einschätzen konnte, wie ich am Ende des Jahres darauf reagieren würde.
Eine Freundin hat mir allerdings geraten, einfach alles aufzuschreiben, weil ja der Moment des Glücks zählt.
Ich hab ihr das geglaubt und hielt es für eine ziemlich gute Idee.
Ich konnte nie richtig abwarten, bis endlich Ende Dezember sein würde und ich das Glas öffnen und die Zettel lesen könnte.
Konjunktiv.
Das Glas hält nämlich all das fest, was mich 2014 glücklich gemacht hat. Und davon ist leider nicht viel geblieben.
Eigentlich ist es gar nicht ganz 2014 sondern nur bis Juli.
Das Glas hat im Laufe des Jahres den Sinn und seine Bedeutung verloren.
Es erscheint mir als sinnlos, Zettelchen zu schreiben, die mir ohnehin nur vorheuchelten, glücklich zu sein.
Ich war zu stur.
Es war ein Rückschlag, den ich zum Anlass genommen habe, einfach alles schwarz zu sehen.
Einfach einen Elfenbeinturm zu bauen.
Rückblickend ist es blöd und unnötig. Vorausschauend würde ich sagen, 2015 einen neuen Versuch zu wagen, doch ich glaube kaum, dass meine Sturheit und mein Stolz das nochmal mitmachen.
Ich glaube, ich würde weiter nichts mehr aufschreiben, weil ich dem Glück nicht trauen würde.

Im Endeffekt ist es die Angst vorm Verlust, die Angst davor, dass sich das Glück zum Schmerz wendet, die mich zurückhält. Sie sperrt mich ein. In den Elfenbeinturm.

Samstag, 15. November 2014

Es gibt Momente, da will man nicht reden, sondern einfach nur in den Arm genommen werden, um zu spüren, was Worte niemals ausdrücken können.

Es gibt Momente, in denen es Dir so geht.

Und es gibt Momente, in denen Du da sein musst.


Wir kennen alle diese Momente. Wir wollen nicht mehr.
Nicht mehr weinen, nicht mehr traurig sein, nicht mehr an diesem Ort sein.
Wir wollen nicht reden. Niemanden sehen. In den Tränen ertrinken.
Manchmal wollen wir uns in den Momenten auch betäuben, obwohl wir das sonst nie wollen.
Manchmal werden wir zu ganz anderen Menschen, wenn es uns so geht.

Dann wünschst Du Dir, dass Dich jemand anruft. Aber ohne zu reden. Nur um weinen zu können oder schweigen zu können.
Du wünschst Dir, dass jemand da ist.
Dabei willst Du nicht mal verstanden werden, weil dich ohnehin keiner verstehen könnte, Du willst wahrgenommen werden.

Wenn Du ein oder gar zwei Menschen hast, die das können, bei denen Du das kannst, dann bist du sicherlich einer der glücklichsten Menschen überhaupt - zumindest könntest Du das sein.
Nur wenn du weißt, wie heilend diese Menschen sind, kannst Du selbst zu so einem Menschen werden.

Du bist da- egal ob Du gerade einen Abend mit Freunden verbringst und eigentlich den Moment genießt.. wenn Dir dieser Mensch wichtig ist, ist der Abend ohnehin nicht so schön wie er scheint.
Und wenn Du diesem Abend für Dich dann abbrichst, um zu ihm zu gehen und Du merkst, wie befreiend und unbegreiflich zugleich diese Situation, diese Aufmerksamkeit für ihn ist, dann weißt du, dass es sich genau dafür lohnt.
Wenn es nur ein Mensch ist, der dank Dir für nur fünf Minuten seine Maske fallen lässt, sich fallen lässt und zulässt, Schwäche zu zeigen.

Und in solchen Momenten ist einfach egal, wie gut du Monologe führen oder zuhören kannst.

Danke!  L-L

Sonntag, 9. November 2014

Da hab ich Angst, dass nichts mehr Sinn ergibt

- ich hab so Angst, dass ich keinen Sinn ergeb!

So Angst, dass keiner der Pläne aufgeht, dass am Ende alle enttäuscht sind und sich jeder fragt, wofür ich meinen Weg bis hier gegangen bin.
Angst, dass ich mir diese Frage selbst stelle.

Auch wenn es kein sonderlich gutes Ziel ist, um jeden Preis alle glücklich machen zu wollen, alle stolz machen zu wollen, so ist doch genau das mein Ziel.
"alle" ist ein großer, umfassender Begriff, und eigentlich sind "alle" auch nur meine Familie.
Aber im Endeffekt trotzdem zu viele.
Denn das wichtigste ist, dass ich stolz sein kann.

Und dann bleibt die Angst davor, keinen Sinn zu ergeben. Mit seinen Träumen und Ziele. Einfach nicht wichtig zu sein.