Das sind die Starken, die unter Tränen lachen, eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen.
Sonntag, 23. November 2014
"das kleine Glück"
Vor ungefähr einem Jahr habe ich den Entschluss gefasst, alles was mich im Jahr 2014 glücklich macht, auf kleinen Zetteln aufzuschreiben und in einem Glas zu sammeln.
Naja entgegen aller Erwartungen habe ich es tatsächlich geschafft, dieses Glas zu füllen.
Am Anfang war ich sehr zögerlich bezüglich der Dinge, die ich aufschreiben wollte, weil ich nicht wirklich einschätzen konnte, wie ich am Ende des Jahres darauf reagieren würde.
Eine Freundin hat mir allerdings geraten, einfach alles aufzuschreiben, weil ja der Moment des Glücks zählt.
Ich hab ihr das geglaubt und hielt es für eine ziemlich gute Idee.
Ich konnte nie richtig abwarten, bis endlich Ende Dezember sein würde und ich das Glas öffnen und die Zettel lesen könnte.
Konjunktiv.
Das Glas hält nämlich all das fest, was mich 2014 glücklich gemacht hat. Und davon ist leider nicht viel geblieben.
Eigentlich ist es gar nicht ganz 2014 sondern nur bis Juli.
Das Glas hat im Laufe des Jahres den Sinn und seine Bedeutung verloren.
Es erscheint mir als sinnlos, Zettelchen zu schreiben, die mir ohnehin nur vorheuchelten, glücklich zu sein.
Ich war zu stur.
Es war ein Rückschlag, den ich zum Anlass genommen habe, einfach alles schwarz zu sehen.
Einfach einen Elfenbeinturm zu bauen.
Rückblickend ist es blöd und unnötig. Vorausschauend würde ich sagen, 2015 einen neuen Versuch zu wagen, doch ich glaube kaum, dass meine Sturheit und mein Stolz das nochmal mitmachen.
Ich glaube, ich würde weiter nichts mehr aufschreiben, weil ich dem Glück nicht trauen würde.
Im Endeffekt ist es die Angst vorm Verlust, die Angst davor, dass sich das Glück zum Schmerz wendet, die mich zurückhält. Sie sperrt mich ein. In den Elfenbeinturm.
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