Das sind die Starken, die unter Tränen lachen, eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen.

Freitag, 3. April 2015

Glaube. Liebe. Hoffnung.

Es ist Ostern. Für mich als Christin ist es das höchste Fest, das Fest, das meinen Glauben begründet.
Und irgendwann im Leben kommt wohl jeder an den Punkt, an dem er eben diesen Glauben ergründet und besonders erlebt.
Das ist für mich wohl jetzt.

In der Schule habe ich zunächst nicht viel über den Umgang oder das Ausleben des Glaubens gelernt, später dann wurde mir beigebracht, wie ich mich kritisch mit ihm auseinandersetze.
Kritisch war ich dann auch, fast drei Jahre lang.
Ich konnte nicht mehr nachvollziehen, warum Menschen in die Kirche gehen, vor etwas niederknien, das eigentlich nicht belegbar ist.

Und dann habe ich mit Menschen gearbeitet, die ihre Hoffnung in diesen Glauben gelegt haben- vor vielen Jahren.
Diese Menschen haben ihre nahen Familienangehörigen nicht mehr erkannt, weil sie dement waren, doch sie konnten ohne Probleme das "Vater unser" beten und die alten Kirchenlieder singen... in diesen Momenten wurde mir bewusst, dass es die Hoffnung ist, das Vertrauen in und die Liebe zu Gott, die diese Menschen noch immer spüren.
Immer mehr wurde mir bewusst, dass Religion nicht nur glauben heißt, dass wir keine Beweise für irgendwelche Geschehnisse brauchen, weil die Religion "Liebe" heißt, egal ob ich Christ bin oder einer anderen Religion angehöre.
"Lass die Liebe regier'n" heißt ein Lied von Madsen und genau das ist es, was die Religion ausmacht. Die Liebe zu Gott, zu einander und zu einem selbst.

Ich hab noch nie so sehr begriffen, was Ostern eigentlich bedeutet, noch nie habe ich mich so davon berühren lassen.
Ostern ist die pure Liebe, die uns entgegengebracht wird, von dem Gott, den wir alle gemeinsam haben.

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