Wie viele Entscheidungen kann ich wirklich treffen?
Wie viele Chancen kann ich nutzen?
Wie viele Wege kann ich leben?
Jeder Mensch lebt für sich. Immer. In jeder Sekunde.
Der Scheinwerfer meiner Bühne namens Leben ist immer auf nur auf mich gerichtet. Weil es eben mein Leben ist, ich nur für mich entscheiden kann.
Ich bin nicht alleine auf der Bühne, aber ich bin die Protagonistin des Stücks, ich trage die Zuschauer durch die Vorstellung, nur ich präge den Inhalt und gebe die Handlung vor.
Ich hab das alles selbst in der Hand, in jedem Jahr, an jedem Tag, in jeder Stunde in jeder Sekunde. JETZT!
Die Nebenrollen erfüllen ihren Zweck, in dem sie mir Impulse geben können, sie zeigen mir, wie es funktionieren kann und welche anderen Wege es gibt. Sie bieten mir die Möglichkeit, mich einordnen zu können, zu sehen, was ich von ihnen annehmen und was ich ablehnen will. Ich kann durch sie die Grenzen meines Lebens abstecken, meine Moral.
Doch dann komme ich an den Punkt, an dem ich Entscheidungen treffen muss, diese Tatsache schürt in mir das Gefühl, Verantwortung zu haben und das verleiht mir auch irgendwie Macht, allerdings ist es eine Macht, die ich nicht will, weil ich zu viel Angst davor habe, eine Entscheidung zu treffen, die das Leben eines anderen Menschen aus der Bahn wirft.
Und dann stelle ich mir die Frage, ob das wirklich so ist. Kann ich mit meiner Entscheidung ein Leben aus der Bahn werfen? Wenn doch jeder der Protagonist seines eigenen Stücks ist, dann bin ich in allen anderen Stücken bestenfalls eine Nebenrolle.
Es geht um mein Leben. Es geht darum, dass ich glücklich werde. Es geht darum, dass ich Erfahrungen sammle und meinen Charakter bilde. Und dazu sollte ich alles mitnehmen, was mir die Nebenrollen meines Lebens so bieten, solange ich nicht alles nur strikt für ich annehme beziehungsweise von vornherein nur ablehne.
Leben im Jetzt, im Hier!
Ich glaube an den Moment, das ist meine Religion.
An wahre Freunde und ein Leben vor dem Tod!
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