Genau das ist es. Das ist unsere einzige Aufgabe, das einzige, was wir tun können in unserem Leben.
Wir können versuchen, so viel Augenblicke wie möglich so zu füllen, dass wir uns immer wieder an sie erinnern wollen und können.
Die Zeit der Feiertage ist immer die Zeit im Jahr, in der alle nach Hause kommen, man alle möglichen alten Bekannten wieder trifft.
Man tauscht sich aus, einmal im Jahr, um zu erfahren, was denn aus dem jeweils anderen so geworden ist, was er so macht, wie es ihm so geht, was es neues gibt.
Im Laufe dieser Gespräche neigt man immer wieder dazu, an "früher" zu denken. Man rekonstruiert Abende und Nächte, die man nie vergessen wollte.
Man fühlt nocheinmal die Freiheit, die Sorglosigkeit von "damals".
Diese gefüllten Augenblicke sind die Momente, in denen wir uns ewig an jemand anderen binden. Das sind die Augenblicke, auf die es ankommt in Freundschaften.
Es geht immer um die Dinge, die man gemeinsam erlebt hat.
Und dann kann man sich zwei Jahre nicht sehen und nicht melden, wiedertreffen und da weitermachen, wo man aufgehört hat.
Dennoch schwingt für mich immer eine Traurigkeit mit.
Menschen, mit denen man mal jeden Tag erlebt hat, sieht man jetzt noch ein bis zweimal im Jahr, nur um dann darüber zu sprechen, was man früher so alles erlebt hat.
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